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Wirtschaft

Informationen über die Schweizer Wirtschaft

Die Schweizer Wirtschaft stützt sich auf hochqualifizierte Arbeit und gut ausgebildete Arbeitskräfte. Wichtige Bereiche sind die Mikrotechnik, die Hochtechnologie, die Biotechnologie, die Pharmaindustrie sowie das Know-how im Banken- und Versicherungswesen.

In der Schweiz arbeiten insgesamt am meisten Erwerbstätige in kleineren und mittleren Betrieben (KMU), die für die Wirtschaft des Landes eine enorm wichtige Rolle spielen.

Die Zeiten des unbeschränkten Wirtschaftswachstums sind jedoch auch in der Schweiz vorbei, und die Angst vor der Arbeitslosigkeit gehört seit mehreren Jahren zu den Hauptsorgen der Schweizer Bevölkerung.

Wirtschaftssystem

Die Schweizer Wirtschaft verdankt ihren hohen Entwicklungsstand dem liberalen Wirtschaftssystem, der politischen Stabilität und der engen Verflechtung mit ausländischen Volkswirtschaften. Der Staat schafft die nötigen Rahmenbedingungen und greift nur dort ein, wo es das allgemeine Interesse erfordert.

Ein hoch stehendes Bildungssystem ist eine der Grundlagen für die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Wirtschaft. Die Schweiz verfügt ferner über eine hervorragende Infrastruktur.

Der Heimmarkt der Schweiz – als kleines Land – ist beschränkt. Die Schweiz gehört zu den Ländern mit dem höchsten Anteil des Aussenhandels am Bruttoinlandprodukt (BIP). Die Schweizer Wirtschaft basiert nicht auf Massenproduktion, sondern auf der Entwicklung und Herstellung von qualitativ hochwertigen Einzelprodukten.

Um auf dem internationalen Markt bestehen zu können, muss die Schweizer Wirtschaft ihre Konkurrenten qualitativ übertreffen, denn quantitativ kann sie nicht mithalten. Also importiert sie Rohstoffe und verarbeitet diese zu qualitativ hochstehenden Produkten. Im Jahr 2000 betrug der Wert einer Tonne exportierter Waren gut drei Mal mehr als der Wert einer Tonne importierter Güter.

Einkommen und Lebensqualität : Konsumausgaben

Gemäss einer Statistik der Europäischen Union (EU) aus dem Jahr 2002 ist die Schweiz das drittteuerste Land in Europa. Nur in Norwegen und Island ist das Leben noch kostspieliger.

Das Leben in der Schweiz ist allgemein ziemlich teuer. Vor allem das Wohnen und die Versicherungsprämien verschlingen jeden Monat beträchtliche Beträge.

Etwa 65% der Schweizerinnen und Schweizer leben in gemieteten Wohnungen. Durchschnittlich Verdienende geben zwischen einem Viertel und einem Drittel ihres Einkommens für den Mietzins aus. Dazu kommen verschiedene Versicherungen, wobei die obligatorische Krankenversicherung am teuersten ist: die monatliche Prämie ist in den letzten Jahren stetig gestiegen und beträgt durchschnittlich 5,6% der monatlichen Gesamtausgaben.

Da die Löhne im Vergleich zu anderen Ländern relativ hoch sind, muss man trotzdem nicht allzu lange arbeiten, um sich ein Kilo Brot oder einen Hamburger leisten zu können.

Lebensqualität in Schweizer Städten
Das Leben in den Schweizer Städten ist ziemlich teuer, die Lebensqualität jedoch auch entsprechend hoch. Gemäss einer Studie von Mercer Consulting aus dem Jahr 2006 belegen die Städte Zürich und Genf in einem internationalen Vergleich von 350 Städten die ersten beiden Plätze. Die Studie untersuchte insgesamt 39 Kriterien, die u.a. das politische, wirschaftliche und soziale Leben sowie verschiedene öffentliche Dienstleistungen aus den Bereichen Ökologie, persönliche Sicherheit, Gesundheit, Bildung und Transport umfassten.


Arbeit und Erwerb

In der Schweiz betrug die durchschnittliche Arbeitszeit 2005 41,6 Stunden pro Woche. 1985 wurde eine Volksinitiative, welche die Verlängerung der Ferien von vier auf fünf Wochen forderte, von einer Mehrheit der Stimmenden abgelehnt. Ebenso erging es einer Volksinitiative für die Einführung der 36-Stunden-Woche, über die 2002 abgestimmt wurde.

Der gesetzliche Mindesturlaub für Arbeitnehmer beträgt 20 Arbeitstage pro Dienstjahr bzw. 25 Tage für Arbeitnehmer, die weniger als 20 Jahre alt sind.

Löhne
Gemäss einer Umfrage, welche die Schweizer Bank UBS 2003 in 70 Grossstädten durchgeführt hatte werden in Zürich und Genf die höchsten Löhne bezahlt, es muss dort jedoch auch länger gearbeitet werden, als in vergleichbaren Städten.

Es gibt in der Schweiz relativ selten Streiks und auch anderer Abwesenheiten vom Arbeitsplatz sind nicht sehr häufig.

Die häufigsten Gründe für Abwesenheiten sind gesundheitliche Gründe, 13% betreffen den Militär- oder den zivilen Ersatzdienst.