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Geografie
Geografie der Schweiz
Die Schweiz liegt in Westeuropa. Wegen ihrer zentralen Lage ist das Land ein Schnittpunkt unterschiedlicher Kulturen und gleichzeitig Kommunikations- und Transportzentrum zwischen Nord- und Südeuropa.
Natur- und Kulturraum sind stark durch den sich von West nach Ost erstreckenden Alpenkamm geprägt.
Die Schweiz bietet auf kleinstem Raum eine aussergewöhnliche landschaftliche Vielfalt.
Der Jura, das Mittelland und die Alpen bilden die drei geografischen Haupträume des Landes. Nördlich der Alpen überwiegt gemässigtes, mitteleuropäisches Klima, südlich der Alpen ist das Klima mediterran geprägt.
Mit einer durchschnittlichen Bevölkerungsdichte von 183 Einwohnern pro Quadratkilometer ist die Schweiz dicht besiedelt. Die Bevölkerungsverteilung ist aber je nach Region sehr unterschiedlich
Kennzahlen
Die Gesamtfläche der Schweiz beträgt 41'285 km2. Die produktive Fläche (Siedlungs- und Landwirtschaftsflächen – ohne Gewässer, Gebirge oder unproduktive Vegetationsflächen) umfasst 30'753 km2.
Geprägt von Gebirgs- und Hügelketten, Flüssen und Seen bietet das Land auf kleinem Raum – 220 km von Norden nach Süden und 348 km von Westen nach Osten – eine grosse landschaftliche Vielfalt.
Der Jura, das Mittelland, die Voralpen und Alpen sowie die Alpensüdseite bilden die geografischen Haupträume des Landes.
In der Schweiz leben 7,7 Millionen Menschen, also etwas mehr als ein Tausendstel der gesamten Weltbevölkerung.
Mit einer von Bevölkerungsdichte von rund 193 Einwohnern pro Quadratkilometer produktive Fläche ist die Schweiz dicht besiedelt. Die Bevölkerungsverteilung über das ganze Land ist jedoch sehr unterschiedlich: In den Alpen, die flächenmässig einen grossen Teil des Landes bedecken, leben nur gerade 10% der Gesamtbevölkerung
Mittelland
Das Mittelland erstreckt sich auf einer mittleren Höhe von 580 Metern über Meer vom Genfersee im Süden bis zum Bodensee im Nordosten.
Im Mittelland leben auf 30 Prozent der Landesfläche zwei Drittel der Bevölkerung. Dies führt zu einer Bevölkerungsdichte von 450 Einwohnerinnen und Einwohnern pro Quadratkilometer. Nur wenige Regionen in Europa sind dichter besiedelt.
Das Mittelland ist der wirtschaftliche Ballungsraum der Schweiz.
Urbanisierte Landschaft
Fährt man vom Genfersee an den Bodensee, fährt man nie durch unbewohntes Gebiet. Immer zeigt die Landschaft die Präsenz des Menschen. Fährt man von einer Stadt in eine andere, kommt man an vielen grösseren und kleineren Dörfern vorbei, die schliesslich in die Agglomeration der nächsten Stadt übergehen.
Wenn man durch das Mittelland fährt, fällt auf, wie grün das Land ist; es wirkt wie frisch gestrichen. Felder reihen sich an Felder, dazwischen ein dichtes Strassennetz, alles ist geordnet und übersichtlich. Ausser im Grossen Moos gibt es kaum endlose Felder und Ebenen. Wiesen wechseln mit Feldern und Äckern. Dazwischen sind kleine Waldparzellen. Das Land wird intensiv genutzt.
Die dichte Besiedlung und die Konzentration der Wirtschaft auf das Mittelland führt dazu, dass immer mehr Kulturland verloren geht. Seit den 1980er Jahren verschwand jede Sekunde 1m2 Boden unter Beton, Stein und Kunststoff. Drei Viertel der Bäche sind verbaut. 90 Prozent der Sumpfgebiete sind trocken gelegt.
Lebensraum
In der Schweiz leben mehr als zwei Drittel der Bevölkerung in den 5 grössten Städten (Zürich, Genf, Basel, Bern, Lausanne) und deren Agglomerationen.
Die restlichen Einwohnerinnen und Einwohner leben je zur Hälfte in städtischen und ländlichen Regionen.
Nur 16 Schweizer Städte haben mehr als 16'000 Einwohnerinnen und Einwohner.
Entwicklungen
Immer mehr Menschen, vor allem Familien, ziehen aus den Stadtzentren in die Vorortgemeinden.
Die Bergregionen, aus denen früher die Leute auf der Suche nach Arbeit und einem bequemeren Leben auswanderten, werden heute wieder bevölkert. Zumindest an den Wochenenden und in der Ferienzeit kommen die Leute aus dem Flachland zur Erholung. Die alten Häuser werden wieder hergerichtet, Zweitwohnungen entstehen. Es wird viel ge- und verbaut.
Die Bundeshauptstadt Bern
Die Bundeshauptstadt Bern ist zugleich die Hauptstadt des gleichnamigen Kantons. In Bern befinden sich neben dem schweizerischen Regierungs- und Parlamentsgebäude (Bundeshaus) auch andere eidgenössische Institutionen wie die Nationalbank.
Weiter haben der 1874 in Bern gegründete Weltpostverein, heute eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen, und verschiedene nationale öffentliche Dienstleister wie die Schweizer Post oder die Schweizerischen Bundesbahnen ihren Sitz in der Bundeshauptstadt.
Geschichte
Die Stadt, die im 12. Jahrhundert gegründet worden ist, liegt auf einer Landzunge in einer Flussschlaufe der Aare. Besiedelt war das Gebiet der heutigen Stadt jedoch bereits zu vorrömischer Zeit. Über die Herkunft des Namens gibt es verschiedene Theorien. Eine besagt, dass der Name Bern von der keltischen Siedlung Oppidum Brenodor in der Nähe des heutigen Stadtgebiets abgeleitet wurde. Eine weiter verbreitete Theorie erklärt, dass die Stadt nach dem ersten Tier (einem Bären) benannt wurde, das der Herzog Berchtold V. von Zähringen auf einer Jagd während der Erbauung der Stadt erlegt habe. Ein Wahrzeichen der Stadt ist denn auch der Bärengraben, in dem seit dem Ende des 15. Jahrhunderts Bären gehalten werden.
UNESCO Weltkulturerbe
1983 wurde die Altstadt von Bern in die UNESCO-Liste des Welterbes aufgenommen als herausragendes Beispiel einer fortschrittlichen und klaren Stadtgründungsanlage, deren Grundstrukturen respektiert und eingehalten wurden. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören neben dem Regierungs- und Parlamentsgebäude (Bundeshaus), dem Münster und dem Zytglogge-Turm eine Reihe von Brunnen aus dem 16. Jahrhundert.


